Das InnovationsCentrum Osnabrück ist das neue Technologie- und Gründerzentrum der Region Osnabrück. Das ICO befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Campus Westerberg der Hochschule und Universität Osnabrück und bietet Raum für innovative und technologieorientierte Unternehmen und Start-ups!

Treffpunkt Innovation 2015

Treffpunkt Innovation 2015

Vertreter der Meyer Werft, der Firmen Windel und Elster sowie der Hochschule Osnabrück, des Wissens- und Technologietransfers der Universität und Hochschule Osnabrück, des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz und des InnovationsCentrums Osnabrück sowie Moderator Marco Hörmeyer von den Stadtwerken Osnabrück beim Treffpunkt Innovation 2015. Foto: Hermann Pentermann

 
Auf dem Weg zu Industrie 4.0

Praktische Beispiele von ersten Industrie 4.0 Anwendungen in Unternehmen der Region standen im Mittelpunkt des Treffpunktes Innovation 2015 im InnovationsCentrum Osnabrück (ICO).

Industrie 4.0 als Vision einer vollautomatisierten digitalen Produktion bewegt als Schlagwort auch die Unternehmen in der Region Osnabrück. Doch was Industrie 4.0 in der Praxis heißt und welche Firmen erste Schritte in Richtung Industrie 4.0 gegangen sind, bleibt häufig unklar. Beim Treffpunkt Innovation haben drei Unternehmen aus der weiteren Region Osnabrück Beispiele für Industrie 4.0 Projekte, die gemeinsam mit Hochschul- und Universitätseinrichtungen durchgeführt wurden, vorgestellt. Ca. 100 Zuhörer waren der gemeinsamen Einladung des InnovationsCentrums, des Wissens- und Technologietransfers der Universität und der Hochschule und der Wirtschaftsförderungsgesellschaften von Stadt und Landkreis Osnabrück gefolgt.

In jeweils gemeinsamen Vorträgen stellten die Meyer Werft aus Papenburg ein Projekt mit der Außenstelle Osnabrück des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, die Firma Elster aus Lotte ein Projekt mit Prof. Rokossa von der Hochschule Osnabrück und die Firma Windel ein Projekt mit dem Institut Logis.net an der Hochschule Osnabrück mit Prof Bode vor. Hier ging es um die Automatisierung der Lagerhaltung mit intelligenter Software, die sich, so die Erfahrung aus diesem Projekt, auch in mittelständischen Unternehmen häufig rentiert. Bei der Firma Elster hat ein Studententeam der Hochschule Osnabrück mit Hilfe von professionellen Simulationswerkzeugen die ergonomischen Belastungen an verschiedenen Arbeitsplätzen bewertet und konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeitet. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz hat für die Meyer Werft ein Scannersystem entwickelt, das frühzeitig in der Produktion Abweichungen beim Bau von Schiffsbausektion durch einen Abgleich mit den CAD-Planungsdaten erkennt und sichtbar macht.

In allen Projekten wurde deutlich, dass der Mensch auch im Zeitalter der Industrie 4.0 Fabrik eine unverzichtbare Rolle spielen wird. Für den erfolgreichen Einsatz individueller Software sind, so herrschte Einigkeit unter den Teilnehmern, genau beschriebene und erfasste Geschäftsprozesse notwendig, bei deren Umsetzung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitgenommen werden müssen. Die Einführung von Industrie 4.0 Anwendungen kann so in vielen Bereichen von Einrichtungen und Lehrstühlen der Hochschule und Universität Osnabrück sowohl in der Entwicklung neuer technologischer Anwendungen als auch bei der Einführung neuer Systeme und Prozesse wirkungsvoll unterstützt werden.