Das InnovationsCentrum Osnabrück ist das neue Technologie- und Gründerzentrum der Region Osnabrück. Das ICO befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Campus Westerberg der Hochschule und Universität Osnabrück und bietet Raum für innovative und technologieorientierte Unternehmen und Start-ups!

Kommen Maschinenbauteile künftig aus dem Drucker?

Hansalinie

Informierten zu 3D-Druck und additive Fertigung: (v.l.) Robert Kampmann, Maic Blase, Markus Steudel und Maik Schmeltzpfenning

 
Veranstaltung der Hansalinie informierte im ICO zu 3D-Druck und zur additiven Fertigung

Rund um das Thema 3D-Druck Metall und additive Fertigung aus Metallwerkstoffen informierte eine Veranstaltung der Wachstumsregion Hansalinie, einem Zusammenschluss der Landkreise Cloppenburg, Vechta, Diepholz und Oldenburg sowie von Stadt und Landkreis Osnabrück. Zahlreiche Unternehmer und Fachleute waren der Einladung des Maschinenbaunetzwerks der Hansalinie gefolgt und konnten gleich von drei Referenten neueste Fakten zu den Themenfeldern erhalten.

Während der 3D-Druck inzwischen allgemeine Bekanntheit erlangt hat, wurde die additive Fertigung lange Zeit synonym besetzt mit dem Begriff Rapid Prototyping, also einer sehr schnellen Fertigung von Prototypen. Jedoch hat sich die Technologie der additiven Fertigungssysteme in den vergangenen Jahren so stark weiterentwickelt, dass inzwischen Bauteile hergestellt werden können, die den tatsächlichen Bauteilen nicht nur geometrisch, sondern auch in allen anderen Anforderungen entsprechen. Damit sind sie direkt als Endprodukt einsetzbar. Die Technologie der additiven Fertigung hat sich so von der reinen Prototypenentwicklung hin zum tatsächlichen Teileproduzenten entwickelt.

Im Rahmen der Veranstaltung gab Referent Maik Schmelzpfenning zunächst einen Überblick über das Funktionsprinzip der notwendigen Maschinen und beleuchtete den Markt der Maschinenhersteller. Darauf aufbauend präsentierte Markus Steudel vom Unternehmen Krause DiMaTec aus Bielefeld als Anwender mit Erfahrung mit dem „Metalldruck“ die technischen Möglichkeiten und die Randbedingungen auf. Rund um die „Topologie-Optimierung“, also die computergestützte Ermittlung eines passend belastbaren Designs, informierte abschließend Maic Blase von der Altair Engineering GmbH.

Die Referenten waren sich einig, dass die additiven Fertigungsmethoden die herkömmlichen Produktionsmethoden auf kurze Sicht nicht ersetzen werden, jedoch an vielen Stellen eine sinnvolle Ergänzung darstellen können, die auch für kleinere Unternehmen große Chancen bieten können.